Strafbefehl erhalten – wie weiter?

In den meisten Verfahren lohnt es sich, als ersten Schritt Einsprache zu erheben. Eine Einsprache zwingt die Staatsanwaltschaft dazu, noch einmal zu prüfen ob sie am Verfahren fest halten will.

Auszug aus der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPo)
Art. 335 Verfahren bei Einsprache
1 Wird Einsprache erhoben, so nimmt die Staatsanwaltschaft die weiteren Beweise ab, die zur Beurteilung der Einsprache erforderlich sind.
2 Bleibt eine Einsprache erhebende Person trotz Vorladung einer Einvernahme unentschuldigt fern, so gilt ihre Einsprache als zurückgezogen.
3 Nach Abnahme der Beweise entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie:
a. am Strafbefehl festhält;
b. das Verfahren einstellt;
c. einen neuen Strafbefehl erlässt;
d. Anklage beim erstinstanzlichen Gericht erhebt.

Es gibt natürlich auch Fälle in welchen es unsinnig oder sogar kontraproduktiv wäre Einsprache zu erheben. Eine Einsprache kann auch zu einer neuen und vielleicht härteren Strafe führen. Falls Unsicherheiten bestehen kannst du dich gerne an uns wenden!

Hier auf jeden Fall mal die Vorlage:

Einsprache

Wichtig:

Die Einsprache muss innerhalb der Frist erhoben werden. Diese beträgt 10 Tage nach Erhalt des Strafbefehls.

Für Einsprachen und weitere Auskünfte zum Strafbefehl ist die Staatsanwaltschaft zuständig:

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt
Binningerstrasse 21
4001 Basel

Willst eine Verlängerung der Zahlungsfrist oder ein Gesuch für Ratenzahlung beantragen, dann musst du dich an die Inkassostelle wenden:

Inkassostelle
Petersgasse 15 (Spiegelhof, 2.Stock)
Postfach
4001 Basel